Fantasy-Kartenspiel für 1-4 Personen ab 14 Jahren mit einer Spieldauer von 45-90 Minuten.
Mit „Fame & Fable“ hat Board Game Circus ein Spiel ins Programm genommen, das schon auf den ersten Blick neugierig macht. Hinter dem ungewöhnlichen Titel verbirgt sich das Erstlingswerk von Owen Davey, der nicht nur als Autor, sondern zugleich als Illustrator für das Spiel verantwortlich ist.
Board Game Circus sitzt in Bad Krozingen wurde 2014 als Übersetzungsstudio gegründet und hat sich inzwischen zu einem Verlag gemausert, der Brett- und Kartenspiele veröffentlicht. Das tun sie sehr erfolgreich. Denn auch dem aktuellen Kennerspiel des Jahres „Endeavour Die Tiefsee“ haben sie mitgemischt. „Fame & Fable“ kam inzwischen schon einige Male auf den Tisch und ich freue mich, dass ich euch heute darüber erzählen darf.
| Verlag | Board Game Circus |
| Autor | Owen Davey |
| Spielzeit | 45-90 Minuten |
| Altersangabe | ab 14 Jahren |
| Anzahl Spielende | 1-4 Personen |
| Grafik | Owen Davey |
| BGG-Weight | 2,25 |
Spieleinstieg
Der Einstieg in „Fame & Fable“ ist tatsächlich so einfach und hürdenlos gelaufen, wie ich mir das beim ersten Lesen der Anleitung vorgestellt hatte. Zwei Partien wurden ohne Mondkarten und mit nur 50 Ruhmpunkten gespielt und liefen flüssig durch. Die Mondkarten dürften gerne ein rotes Ausrufezeichen als Erinnerung erhalten, dann bei den Folgerunden musste ich mich doch öfter Mal an die Mondkarten und ihre Effekte erinnern.
Genauere Infos zum Spielablauf findet ihr in der bereits veröffentlichten Spielvorstellung.

Aufholmechanismus
Immer dann, wenn eine Person den Mondmarker erreicht erhält er diesen und die anderen dürfen ihre Charakter wieder bereit machen. Die Person, die vorne liegt muss hierfür eine Aktion und einen Mondmarker verwenden. Außerdem gibt’s je eine Aktion mehr für leere Mondfelder, die zwischen dem Führenden und der aktiven Person zu sehen sind. Das sind zwei Aufholmechanismen, die nach meiner Erfahrung auch dringlich nötig sind, denn in einer Runde können viele Punkte erzielt werden. Ein paar Monsterchen töten und anschließend noch ein oder mehrere Aufträge erfüllen, das geht schon sehr rasant nach vorne.
Spielmaterial
Das Spielmaterial von „Fame & Fable“ umfasst hauptsächlich Karten. 230 an der Zahl. Diese teilen sich auf in Verbündete, Gegenstände, Verträge, Schicksale, Monster und Legenden. Außerdem werden zum Spielen Spielbrett, 4 Spielfiguren aus Holz, Marker und zwei Anleitungen benötigt. Die Spielschachtel ist gut gefüllt und es bleibt wenig Luft übrig. Alles fühlt sich hochwertig an.

In meiner Spielvorstellung beschrieb ich den Stil als eine Mischung aus moderner, grafischer Illustration und retro-inspirierter Fantasy. Darüber habe ich lange nachgedacht und mir fällt auch weiterhin keine passendere Beschreibung ein. Mir gefällt der Stil sehr gut, gleichermaßen setzt er bei der ersten Betrachtung bei einigen Ver- und vor allem Bewunderung frei.
Natürlich lässt sich darüber streiten, ob du selbst an diesem Stil Gefallen findest, doch ungeachtet dessen können wir uns einig sein, dass hier etwas Besonderes und Einzigartiges erschaffen wurde. Meinem Auge gefällt es von Partie zu Partie mehr, denn an der Unmenge an kleinen Details kann ich mich nicht satt sehen. Stereotypische Fantasy gibt es ja schon zu Hauf, die Augen sind bereit für Neues.
Glücksfaktor
Immer wenn Karten gezogen werden, ist ein gewisses Fünkchen Glück im Spiel. Dasselbe gilt, wenn ich mich dazu entscheide, ein Monster blind vom Nachziehstapel zu ziehen oder dazu gezwungen werde. Trotzdem fühlt sich dieser Glücksfaktor für mich nie nach „zu viel“ an. Er sorgt vielmehr für eine angenehme Ungewissheit und gehört für mich einfach zum Reiz des Spiels dazu.
Fazit
„Fame & Fable“ gefällt mir richtig gut. Es ist immer wieder beeindruckend, was für ein gutes Händchen der Verlag Board Game Circus bei der Auswahl seiner Spiele beweist. Umso bemerkenswerter ist, dass „Fame & Fable“ das Erstlingswerk von Owen Davey ist und er dabei nicht nur als Autor, sondern auch als Illustrator verantwortlich zeichnet.
Solltet ihr den Autor Owen Davey weiter verfolgen wollen, dann haltet die Augen Anfang nächstes Jahr einmal offen. Da startet das neue Crowdfunding zu dem Science Fiction Spiel „Mariners“.
Ich freue mich, dass ihr meinen Beitrag gelesen habt und möchte euch motivieren mir gerne Rückmeldung zu geben. Konntet ihr „Fame & Fable“ schon spielen? Schreibt mir gerne über das Kontaktformular.
Abonniert meinen RSS-Feed um keinen Beitrag zu verpassen. Weitere Kontaktmöglichkeiten findet ihr in der Fußzeile.
Danke an Board Game Circus für das zur Verfügung stellen eines vergünstigten Rezensionsexemplars.
Links
Hier findet ihr die passende Seite bei Board Game Circus.
Dir gefallen Beiträge dieser Art? Dann schau dich gerne hier um: Kennerspiele







