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Hermit (2025)
Kleiner Krebs, große Reise

Hermit
Lesedauer 4 Minuten

Puzzlespiel für 1-2 Personen ab 10 Jahren mit einer Spieldauer von 20 Minuten.

„Hermit“ ist ein liebevoll gestaltetes Puzzlespiel von Board Game Circus, das erst kürzlich in neuer Auflage erschienen ist und nun neben solo auch zu zweit im kooperativen oder kompetitiven Modus gespielt werden kann. Wie viel Spaß das macht, das lest ihr hier.

Board Game Circus sitzt in Bad Krozingen wurde 2014 als Übersetzungsstudio gegründet und hat sich inzwischen zu einem Verlag gemausert, der Brett- und Kartenspiele veröffentlicht. Das tun sie sehr erfolgreich. Denn auch dem aktuellen Kennerspiel des Jahres „Endeavour Die Tiefsee“ haben sie mitgemischt. Heute soll es hier im die Neuauflage des Spiels „Hermit“ gehen.

VerlagBoard Game Circus
Envy Born Games
AutorAmelie Le-Roche
Spielzeit20 Minuten
Altersangabeab 10 Jahren
Anzahl Spielende1-2 Personen
GrafikMarlies Barends
BGG-Weight1,56

Quelle: Board Game Circus

Spielablauf

Mit „Hermit“ stecken verschiedene Spielmöglichkeiten in einer ziemlich kleinen Schachtel. Hier ein kleiner Überblick.

Solospiel

Im Solospiel versucht die spielende Person, den Einsiedlerkrebs „Hermit“ zur Welle zu führen, bevor diese sich zu weit entfernt. Jede Runde besteht aus vier Phasen: Zunächst werden Karten nachgezogen, anschließend wird eine Handkarte im eigenen Spielbereich ausgelegt. Durch geschicktes Anlegen oder Überdecken von Karten sollen die Muster der nächsten Strandkarte nachgebildet werden. Gelingt dies, bewegt sich „Hermit“ ein Feld in Richtung Welle. Zum Abschluss der Runde rückt die Welle abhängig von den entstandenen Symbolkombinationen vor, bleibt stehen oder bewegt sich wieder näher an „Hermit“ heran. Das Spiel endet mit einem Sieg, sobald „Hermit“ die Welle erreicht, oder mit einer Niederlage, wenn die Welle die Küste verlässt oder keine Karten mehr nachgezogen werden können.

Spiel zu zweit (kooperativ)

Im kooperativen Spiel zu zweit versuchen beide Spielenden gemeinsam, „Hermit“ sicher zur Welle zu führen. Der Spielablauf orientiert sich am Solospiel, allerdings werden alle vier Phasen gleichzeitig ausgeführt. Beide legen zeitgleich Karten in ihren eigenen Spielbereich und müssen das geforderte Muster erfolgreich nachbilden, damit sich Hermit bewegen kann. Auch die Bewegung der Welle hängt von den gemeinsam erreichten Symbolkombinationen ab. Gewonnen wird, sobald „Hermit“ die Welle erreicht, während das Spiel verloren ist, wenn die Welle die Küste verlässt oder eine Person keine Karten mehr nachziehen kann.

Spiel zu zweit (gegeneinander)

Im kompetitiven Spiel zu zweit treten beide Spielenden gegeneinander an und versuchen, ihren eigenen „Hermit“ als Erste oder Erster zur gemeinsamen Welle zu führen. Gespielt wird entweder abwechselnd im Normalmodus oder gleichzeitig im Echtzeitmodus. Jede Person besitzt einen eigenen Spielbereich und einen eigenen „Hermit“, teilt sich jedoch die Küste und die Welle mit der gegnerischen Person. Der Spielablauf entspricht grundsätzlich dem Solospiel, allerdings beeinflusst jede Bewegung der Welle beide Spielenden. Gewonnen hat, wer seinen „Hermit“ zuerst zur Welle bringt. Erreichen beide gleichzeitig ihr Ziel, wird der Sieg geteilt.

Spiel mit mehreren Personen

Im kooperativen Spiel mit mehreren Personen arbeiten alle gemeinsam daran, „Hermit“ zur Welle zu bringen. Für diese Spielvariante benötigt jede Person ein eigenes Exemplar des Spiels. Der Spielablauf orientiert sich am kooperativen Spiel zu zweit, unterscheidet sich jedoch leicht beim Spielaufbau und beim Nachziehen der Karten. Während eine Person die gemeinsame Küste verwaltet, spielen alle anderen mit ihrem eigenen Kartenstapel. Ansonsten führen alle gleichzeitig ihre Spielzüge aus und versuchen gemeinsam, „Hermit“ sicher zur Welle zu bringen.

Fazit

„Hermit“ ist ein Legespiel, das einfache Grundregeln mit einem anspruchsvollen räumlichen Denkspiel verbindet. Durch das geschickte Anlegen und Überdecken der Karten müssen Muster nachgebildet werden, um den Einsiedlerkrebs Hermit rechtzeitig zur Welle zu führen. Dabei sorgen die Bewegung der Welle sowie das begrenzte Kartenmanagement für einen stetig steigenden Zeitdruck.

Die Karten fühlen sich gut an und sind liebevoll gestaltet, die Symbole sind groß genug. Wenn ihr bereits ein Spiel der Hain-Reihe gespielt habt (z.B. Obsthain), dann wird euch die Mechanik bekannt vorkommen. Dennoch spielt es sich anders und ersetzt sich nicht gegenseitig. Wenn ihr mit Kindern spielt, dann hilft „Hermit“ die Konzentration oben zu halten, da verschiedene, aber ähnliche Muscheln, erkannt werden müssen.

Bewusst habe ich euch die einzelnen Spielmöglichkeiten von „Hermit“ etwas ausführlicher vorgestellt, als ich es sonst tue. Einfach um euch zu zeigen, was alles in diesem durchaus kleinen Spielchen steckt. Egal ob ihr Solo oder zu zweit, gemeinsam oder gegeneinander, in dieser kleinen Schachtel habt ihr eine hohe Vielfalt an Möglichkeiten trotz schlankem Regelwerk.

„Hermit“ reiht sich da liebevoll in die Reihe der kleinen Spiele von Board Game Circus ein und hat ich seinen Platz im Regal redlich verdient.

Ich freue mich, dass ihr meinen Beitrag gelesen habt und möchte euch motivieren mir gerne Rückmeldung zu geben. Spielt ihr gerne Legespiele? Kennt ihr „Hermit“ schon? Schreibt mir gerne über das Kontaktformular.

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Das Spiel „Hermit“ wurde mir von Board Game Circus als vergünstigtes Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Links

Die Anleitung von „Hermit“ findet ihr im Downloadbereich von Board Game Circus.

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Kartenspiel für 1-2 Personen ab 10 Jahren mit einer Spieldauer von 10-30 Minuten.