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Fika (2022)
Dein Spiel für die Kaffeepause

Fika
Lesedauer 4 Minuten

Kartenspiel für 2 Personen ab 10 Jahren mit einer Spieldauer von 20 Minuten.

Mit „Fika“ lädt Board Game Circus zu einer gemütlichen Kaffeepause im schwedischen Stil ein. Hinter den liebevoll gestalteten Karten und dem charmanten Café-Thema verbirgt sich jedoch ein überraschend taktisches Duell für zwei Personen. Ob das Spiel neben seiner schönen Optik auch spielerisch überzeugen kann, zeigt sich nach den ersten Partien schnell.

Board Game Circus sitzt in Bad Krozingen wurde 2014 als Übersetzungsstudio gegründet und hat sich inzwischen zu einem Verlag gemausert, der Brett- und Kartenspiele veröffentlicht. Das tun sie sehr erfolgreich. Denn auch dem aktuellen Kennerspiel des Jahres „Endeavour Die Tiefsee“ haben sie mitgemischt. Heute soll es um das 2-Personen-Spiel „Fika“ gehen.

VerlagBoard Game Circus
AutorPieter Van Gompel
Spielzeit20 Minuten
Altersangabeab 10 Jahren
Anzahl Spielende2 Personen
GrafikBeth Sobel
BGG-Weight2,45

Quelle: Board Game Circus

Spielablauf

„Fika“ wird über zwei bis drei Runden gespielt. Zu Beginn jeder Runde wird die Reihenfolge der Farben festgelegt. Die Person, die die vorherige Runde verloren hat (oder zufällig in der ersten Runde bestimmt wird), wählt die erste Farbe. Die andere Person wählt die zweite Farbe. Die verbleibende Farbe ist automatisch die dritte. Diese Reihenfolge wird später wichtig, wenn beide gleichzeitig Karten mit derselben Zahl ausspielen.

Anschließend beginnt die Spielphase. Beide Personen wählen gleichzeitig eine Handkarte aus und decken sie auf. Wer die höhere Zahl gespielt hat, platziert seine Karte zuerst in einem freien Platz des eigenen Cafés und darf sofort den Karteneffekt nutzen. Danach platziert die andere Person ihre Karte und führt ebenfalls ihren Effekt aus. Haben beide Karten denselben Wert, entscheidet die zuvor festgelegte Farbreihenfolge darüber, wer zuerst an der Reihe ist.

Dieser Ablauf wird wiederholt, bis beide Cafés mit jeweils fünf Karten gefüllt sind. Während des Spiels können Karten ausgetauscht, verschoben oder manipuliert werden. Sobald ein Café vollständig mit fünf Karten gefüllt ist, darf es vom Gegenüber nicht mehr verändert werden. Hat eine Person ihr Café bereits vollendet, während die andere noch freie Plätze hat, darf die zweite Person noch bis zu zwei weitere Karten ausspielen, bis auch ihr Café vollständig ist.

Nach dem Ausspielen aller Karten folgt die Wertung. Dabei werden die Ziele auf den Karten im eigenen Café überprüft. Jede Karte kann einmal gewertet werden und bringt die darauf angegebene Anzahl Münzen, wenn ihr Ziel erfüllt ist. Liegt vor einer Karte ein Kaffeeklatsch, werden die erhaltenen Münzen verdoppelt oder sogar verdreifacht. Besonders wichtig sind die 6er-Karten, da sie unter bestimmten Bedingungen gegenüber einer gegnerischen 1 ihren Zahlenwert verändern können.

Wer nach der Wertung die meisten Münzen besitzt, gewinnt die Runde und erhält eine Trinkgeldkarte. Bei Gleichstand entscheidet die höchste Karte der zuerst gewählten Farbe im eigenen Café. Wer als Erstes zwei Trinkgeldkarten gesammelt hat, gewinnt die Partie und betreibt das erfolgreichste Café.

Fazit

„Oh, die Karten sind ja schön!“. Das war mein erster Gedanke, als ich „Fika“ ausgepackt habe. Das Material wirkt sehr ansprechend und hochwertig gestaltet. Der Aufbau geht schnell von der Hand, und die Anleitung ist wie gewohnt übersichtlich sowie leicht verständlich.

Nach der ersten Runde wurde mir jedoch schnell klar, dass in „Fika“ deutlich mehr Überlegung steckt, als das freundliche Erscheinungsbild vermuten lässt. Um erfolgreich zu sein, braucht es einige taktische Entscheidungen. So nett das Spiel aussieht, so gnadenlos kann das Duell werden. Perfekte Pläne kann ich in den Wind schießen, wenn mein Gegenüber mir einfach die Karten vertauscht. Eine gewisse Frustrationstoleranz sollte daher vorhanden sein.

Obwohl zwei bis drei Runden gespielt werden, bis das beste Café feststeht, bleibt „Fika“ stets kurzweilig. Die geringe Spieldauer ist dabei zugleich Stärke und Herausforderung: Einerseits sorgt sie für einen schnellen Spielfluss, andererseits bleibt wenig Zeit für langfristige Strategieplanung. Jede Karte sollte möglichst optimal platziert werden, um das Beste aus den eigenen Möglichkeiten herauszuholen.

Ein paar zusätzliche Szenarien hätten den Wiederspielreiz und den Ehrgeiz noch etwas stärker gefördert. Hier hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht. Trotz dieses kleinen Kritikpunkts spiele ich „Fika“ immer wieder gerne. Das Spiel verbindet einen schnellen Einstieg mit taktischen Entscheidungen und bietet kurzweilige Duelle, die mehr Tiefgang haben, als man zunächst erwarten würde und reiht sich damit in die Reihe der gern gespielten 2-Personen-Spiele nahtlos ein.

Ich freue mich, dass ihr meinen Beitrag gelesen habt und möchte euch motivieren mir gerne Rückmeldung zu geben. Liebt ihr Kaffee? Kennt ihr „Fika“ schon? Schreibt mir gerne über das Kontaktformular.

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Das Spiel „Fika“ wurde mir von Board Game Circus als vergünstigtes Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Links

Die Anleitung von „Fika“ findet ihr im Downloadbereich von Board Game Circus.

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Kartenspiel für 2-6 Personen ab 8 Jahren mit einer Spieldauer von 15 Minuten