Kartenspiel für 1-5 Personen ab 10 Jahren mit einer Spieldauer von 20 Minuten.
„YRO“ ist ein taktisches Kartenspiel, in dem ich meine eigene Abenteurergilde aufbaue und durch geschickte Kombinationen immer stärker mache. Das 3×3-Raster sorgt für spannende Entscheidungen, da jede Platzierung über Boni, Kampfstärke und langfristige Strategie mitentscheidet. In dieser Rezension schaue ich mir an, wie zugänglich das Spiel ist, wie viel Tiefgang es bietet und für wen es sich besonders lohnt.
Auf Deutsch ist „YRO“ bei HeidelBÄR Games erschienen. Das Spiel stammt vom japanischen Autor Masato Uesugi und verbindet taktischen Kartenaufbau mit einem cleveren 3×3-Raster-Mechanismus. HeidelBÄR Games übernimmt dabei die deutsche Ausgabe und bringt das strategische Gildenspiel für den hiesigen Markt in lokalisierter Form heraus.
| Verlag | HeidelBÄR Games |
| Autor | Masato Uesugi |
| Spielzeit | 20 Minuten |
| Altersangabe | ab 10 Jahren |
| Anzahl Spielende | 1-5 Personen |
| Grafik | Takashi Konno |
| BGG-Weight | 2,0 |


Quelle: HeidelBÄR Games
Spielmaterial
Ich liebe Spielschachteln mit magnetischem Deckel. Das fühlt sich einfach wertig an. Das Artwork trifft voll meinen Nerv. Eine gelungene Mischung aus „cute“ und „Fantasy“. Haben alle ihre Raster ausgelegt ergibt sich ein schön wuseliges Bild. Die Farben fügen sich perfekt ineinander ein und auch der Chibi-Stil wirkt frisch und nicht überladen.

Spielablauf
In jeder Runde durchlaufe ich mehrere Phasen. Zuerst darf ich beliebig viele Handkarten ablegen und ziehe wieder auf fünf Karten nach. So versuche ich, passende Abenteurer für meine Strategie zu bekommen.

Danach entscheide ich, ob ich zwei Abenteurer normal bezahle, einen günstiger rekrutiere oder stattdessen Münzen nehme. Die gespielten Karten lege ich in mein 3×3-Gildenraster. Jede neue Karte muss an eine bereits ausliegende Karte angrenzen. Wenn ich es schaffe, eine Reihe oder Spalte mit gleicher Herkunft oder Profession zu bilden, bekomme ich sofort einen Bonus. Rekrutierungseffekte werden immer sofort einmalig ausgelöst.
In der Kampfphase zähle ich die Stärke der obersten Karten meiner drei Spalten zusammen. Wer im Vergleich die höchste Stärke hat, erhält die meisten Siegpunkte.

Anschließend produziere ich Magie und Technik, wenn meine Karten das erlauben, und verbessere damit meine Stufen auf meinem Tableau. Danach bekomme ich Einkommen in Form von Münzen. Zum Schluss erhalte ich weitere Siegpunkte durch Karteneffekte.
Das Spiel endet, wenn ich oder jemand anderes 40 Siegpunkte erreicht oder neun Abenteurer im Raster liegen hat. Wer am Ende die meisten Siegpunkte besitzt, gewinnt.
„YRO – Dein Weg zur Gildenlegende“ kann außerdem Solo, mit einem Draftsystem oder mit zusätzlichen Questkarten gespielt werden.
Solo: Ich spiele allein und ziehe in jeder Kampfphase eine Karte für die gegnerische Seite auf. Ist meine Kampfstärke höher, erhalte ich Siegpunkte. Steigt die gegnerische Stärke jedoch über 20, verliere ich sofort.
Draft: Statt normal Karten zu ziehen, behalte ich zunächst zwei Karten aus meiner Hand und ziehe wieder auf fünf nach. Danach wähle ich reihum jeweils eine Karte aus einem weitergegebenen Kartenstapel, bis ich fünf neue Handkarten habe.
Quest: Zu Beginn werden mehrere Questkarten offen ausgelegt, die bestimmte Ziele vorgeben. Sobald ich eine Bedingung erfülle, erhalte ich zusätzliche Siegpunkte und die entsprechende Quest ist nicht mehr verfügbar.
Spielgefühl
In „YRO“ achte ich nicht nur auf gute Kombinationen, sondern auch darauf, wo ich meine Charaktere in meinem 3×3-Raster ablege. Für die Kampfphase zählen nämlich nur die drei Karten ganz oben in meinen Spalten.
Jede Karte gehört zu zwei Gildenfarben. Wenn ich es schaffe, in einer Reihe oder Spalte gleiche Farben zu sammeln, bekomme ich zusätzliche Boni. Deshalb puzzle ich meine Auslage möglichst geschickt zusammen, um kleine Vorteile herauszuholen.
„YRO“ ist für mich kein extrem komplexes Puzzle, aber eine clevere Platzierung macht spürbar einen Unterschied. Manchmal entscheide ich mich auch bewusst dafür, schnell alle neun Plätze zu füllen und auf manche Boni zu verzichten. Damit kann ich meine Mitspielenden etwas unter Druck setzen.
Davon ist „YRO“ geprägt, dem Abwägen, welche Karten in meinem 3×3 Raster Platz finden, genauso wie die Überlegung, wie ich mein Gegenüber etwas ausbremsen kann. Das alles ohne zu sehr verkopft zu sein und mit einem schön angenehmen Spielfluss. Wartezeiten zwischen den Zügen finden sich hier kaum.
Fazit
„YRO – Dein Weg zur Gildenlegende“ ist sehr einsteigerfreundlich und mit seiner kurzen Spielzeit für jede Spielrunde geeignet. Wer ein Spiel mit einer hohen Interaktion sucht, der ist hier sicherlich nicht richtig, denn bis auf die Kampfphasen könnt ihr gut nebeneinander her „puzzeln“. Da die Spieldauer mit 20 Minuten vergleichsweise kurz ist, stört mich das allerdings nicht.
Die Drafting-Variante nimmt etwas von dieser Leichtigkeit und kommt bei mir deshalb nicht oft zum Einsatz. Der Wiederspielwert begründet sich für mich darin, dass ich immer mit einer anderen Strategie zum Ziel komme. Eine Revanche wurde bisher in jeder Spielrunde gefordert.
In den ersten Runde hatte ich das Gefühl, dass ein Vorsprung des Gegenübers nicht mehr aufzuholen ist, allerdings wurde ich da über einige Runden eines Besseren belehrt. Es ist durchaus möglich auch größere Abstände wieder aufzuholen, wichtig ist dabei auf das Erreichen der Bonis zu achten.
Ich freue mich, dass ihr meinen Beitrag gelesen habt und möchte euch motivieren mir gerne Rückmeldung zu geben. Mögt ihr Spiele, die in einem 3×3 Raster gespielt werden? Schreibt mir gerne über das Kontaktformular.
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Das Spiel „YRO: Dein Weg zur Gildenlegende“ wurde mir vom Verlag HeidelBÄR Games als vergünstigtes Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.
Links
„YRO“ könnt ihr hier bei HeidelBÄR Games bestellen.
„YRO“ bei Boardgamegeek.
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