Deduktionsspiel für 2-4 Personen ab 14 Jahren mit einer Spieldauer von 120 Minuten.
Mit „Die Alchemisten“ stelle ich euch ein Deduktionsspiel vor, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Erschienen in 2014, ist „Die Alchemisten“ nach aktueller Geschwindigkeit der Veröffentlichungen schon fast ein Klassiker. Da ich für das Spielecafé der Generationen „Turing Machine“ und kürzlich „ArcheOlogic“ testen durfte und Deduktionsspiele zu meinen Lieblingsspielen gehören, beleuchte ich das gerne für euch.
Auf deutsch ist „Die Alchemisten“ bei HeidelBÄR Games erschienen und ursprünglich von Czech Games Edition. Die Czech Games Edition (CGE) zählt seit vielen Jahren zu den bekannten Spieleverlagen Europas. Titeln wie „Through the Ages“, „Codenames“ oder „Galaxy Trucker“ kommen der Szene bekannt vor. In Deutschland arbeitet CGE eng mit HeidelBÄR Games zusammen, die als lokaler Partner nicht nur für Übersetzung und Vertrieb sorgen.
| Verlag | HeidelBÄR Games |
| Autor | Matúš Kotry |
| Spielzeit | 120 Minuten |
| Altersangabe | ab 14 Jahren |
| Anzahl Spielende | 2-4 Personen |
| Grafik | Jakub Politzer, David Cochard |
| BGG-Weight | 3,93 |

Spielablauf
In „Die Alchemisten“ schlüpfst du in die Rolle eines … das war nicht schwer zu erraten … Alchemisten. Alchemisten forsch und experimentieren, in „Die Alchemisten“ tun sie das vornehmlich um so erfolgreich wie nur möglich verschiedene Tränke zu brauen und die zugehörigen Rezepte im besten Fall vor den anderen Alchemisten in ihrer Stadt zu veröffentlichen.
Was benötigst du um Tränke zu brauen? Natürlich Zutaten. Dafür kannst du dich in den Wald begeben und fleißig sammeln. Diese Zutaten kannst du einsetzen um entweder an deinen Theorien zu forschen oder um Tränke auf dem Markt zu verkaufen. Umso besser du dich mit den Rezepten schon auskennst, umso besser kannst du die Bedürfnisse deiner Kunden erfüllen und Geld scheffeln.
Die Einnahmen wiederum benötigt du um deine Theorien zu veröffentlichen. Umso größer deine Anzahl an Veröffentlichungen ist , umso besser entwickelt sich dein Ruf als renomierter Alchemist. Einen Blick auf deine Kolleginnen und Kollegen darfst du natürlich auch wagen und gerne feststellen, wenn diese wieder irgendeinen Mist veröffentlich haben. Dann gilt es die Theorie zu widerlegen.
Spielgefühl
„Die Alchemisten“ bestehen nicht ausschließlich aus Deduktion, sondern ebenso aus Arbeitereinsatzelementen. Die Möglichkeit Aktionen auszuführen ist von den Mitspielenden eingeschränkt und so muss in jeder Runde überlegt werden, welche Aktion am dringendsten benötigt wird.
Nicht nur Aktionsfelder sondern auch Geld ist Mangelware. So musste ich immer gut überlegen, wo ich nun Geld herbekomme um die Veröffentlichung meiner Theorien zu bezahlen.
Genauso muss bei den Rufpunkten abgewägt werden. Veröffentliche ich meine Theorien schneller als meine Mitspielenden erhalte ich mehr Rufpunkte, gleichzeitig steigt damit die Gefahr, dass ich bei den Zutaten Fehler gemacht habe, weil ich eine Veröffentlichung zu schnell voran getrieben habe.
Von außen betrachtet geht es bei „Die Alchemisten“ eher ruhig zu, doch im Kopf passiert so einiges. Ich muss viele Stellschrauben drehen und viele Handlungen überblicken, die ineinander greifen. Da ich immer gut beschäftigt bin meine eigenen Züge zu überlegen, entstehen so gut wie keinerlei Leerzeiten. In der Meistervariante wird die Veröffentlichung und Widerlegung von Theorien noch mehr gefordert.




Fazit
An der Spielanleitung gibt es hier für mich nichts auszusetzen. Obwohl „Die Alchemisten“ zu den eher komplexeren Spielen gehört sorgt eine reichlich bebilderte Anleitung mit Beispielen für einen machbaren Einstieg.
Das Spielmaterial hat dahingehend seine Schwächen, dass es mir unglaublich schwer gefallen ist, das Material gänzlich ohne Beschädigungen aus den Stanzbögen zu drücken.
Ein bisschen voreingenommen bin ich an dieser Stelle natürlich, da ich unheimlich gerne Deduktionsspiele spiele. Genaustes Überlegen, deduzieren und erfolgreiche Schlussfolgerungen fühlen sich für mich sehr belohnend an. Besonders Spaß macht es, dass sich dieses Belohnungsgefühl schon während des Spiels einstellt und es dann auch gar nicht so dramatisch ist, wenn ich am Ende knapp verliere.
Wenn ihr Deduktionsspiele mögt und vor der gehirnzwirbelnden Arbeit und einer gut funktionierenden Smartphone-App nicht zurückschreckt, dann kann ich euch sehr ans Herz legen „Die Alchemisten“ auszuprobieren.
Ich freue mich, dass ihr meinen Beitrag gelesen habt und möchte euch motivieren mir gerne Rückmeldung zu geben. Mögt ihr Deduktionsspiele? Schreibt mir gerne über das Kontaktformular.
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Das Spiel „Die Alchemisten“ wurde mir vom Verlag HeidelBÄR Games als vergünstigtes Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.
Links
„Die Alchemisten“ könnt ihr hier bei HeidelBÄR Games bestellen.
Hier geht’s zum Beitrag über Turing Machine.
Hier geht’s zum Beitrag über ArcheOlogic.
„Die Alchemisten“ bei Boardgamegeek.
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